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	<title>Sandmann Blog</title>
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		<title>&#8220;Poor Michael&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 17 May 2012 07:49:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SANDMANN</dc:creator>
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Untitled from K. Sandmann on Vimeo.
 &#8220;Poor Michael&#8221; ist im wahren Leben Michael Pohl und der Kameramann der KULTURKRIEGER. Ich habe ihn durch Bagdad, Kabul, Port-au-Prince und Kinshasa gehetzt &#8211; was ihm irgendwie egal war, denn er kannte eh schon alles. &#8220;Poor Michael&#8221; hat mit geradezu stoischem Gleichmut ertragen, dass wir tagelang auf irgendwelchen Flughäfen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/41771183?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="400" height="300" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/41771183">Untitled</a> from <a href="http://vimeo.com/user11627727">K. Sandmann</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p><a href="http://www.katrin-sandmann.de/wp-content/uploads/2012/05/Poor_MIchael2.jpg" rel="lightbox[1430]"><img src="http://www.katrin-sandmann.de/wp-content/uploads/2012/05/Poor_MIchael2-224x300.jpg" alt="" title="Poor_MIchael" width="224" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-1437" /></a> &#8220;Poor Michael&#8221; ist im wahren Leben Michael Pohl und der Kameramann der KULTURKRIEGER. Ich habe ihn durch Bagdad, Kabul, Port-au-Prince und Kinshasa gehetzt &#8211; was ihm irgendwie egal war, denn er kannte eh schon alles. &#8220;Poor Michael&#8221; hat mit geradezu stoischem Gleichmut ertragen, dass wir tagelang auf irgendwelchen Flughäfen festsaßen,  in Kabul eingeschneit waren ud ich ihm wochenlang ununterbrochen gesagt habe, dass er sich beeilen muss. Er hat sich auch nicht beklagt (auf jeden Fall nicht allzusehr&#8230;),  als er in Bagdad von einer ganzen Meute aufgeregter Polizisten festgesetzt wurde, nur weil ich unbedingt Bilder der zahlreichen Checkpoints haben wollte, er sie heimlich drehen musste und dabei natürlich erwischt worden ist.  Und so weiter und so fort &#8230; Ich meine, so einen Kameramann muss man erst einmal finden!</p>
<h4>Kulturkrieger heute und morgen um 21:45 und 22:15 Uhr bei <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1635906/#/beitrag/video/1635906/Trailer-Kulturkrieger">zdfkultur</a></h4>
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		<title>&#8220;Ich will ein besseres Leben&#8230;&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 14:50:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SANDMANN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230; sagt mir der Drummer einer Death Metal Band in Bagdad, dessen Namen ich nicht mehr erwähnen kann. Denn er ist untergetaucht. Religiöse Extremisten hatten es auf ihn abgesehen. Und das wars dann erst einmal für ihn und die anderen Mitglieder der Band. Sie alle wollen nach Amerika, nur wollen die USA sie leider nicht.
Wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; sagt mir der Drummer einer Death Metal Band in Bagdad, dessen Namen ich nicht mehr erwähnen kann. Denn er ist untergetaucht. Religiöse Extremisten hatten es auf ihn abgesehen. Und das wars dann erst einmal für ihn und die anderen Mitglieder der Band. Sie alle wollen nach Amerika, nur wollen die USA sie leider nicht.<br />
Wie schnell Träume im Irak zerplatzen, das kann jeder erleben, der dort hinfährt. Und wer sich exponiert, wie Künstler das gemeinhin tun, lebt besonders gefährlich.  Bagdad ist im kommenden Kulturhauptstadt der arabischen Welt. Das hat sich die UNESCO ausgedacht. Fabelhafte Idee für ein Land, in dem alle Künstler, mit denen ich gesprochen habe, von religiösen Extremisten bedroht werden.  Mehr in  <strong>Kulturkrieger Bagdad</strong>, am <strong>18.05.</strong> um <strong>21:45 Uhr</strong> in <strong>zdfkultur</strong>, die so beginnen:</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/42129116?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="400" height="300" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/42129116">Kulturkrieger Bagdad</a> from <a href="http://vimeo.com/user11627727">K. Sandmann</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
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		<title>Think Positive &#8230; in Kabul!</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 18:17:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SANDMANN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Wenn die NATO abzieht und sich die Dinge hier nicht dramatisch verändern, könnte ich mir vorstellen, dass Kabul in einigen Jahren Künstler aus aller Welt anzieht.&#8221;

Pedram Foushanji, Gitarrist der Doom Metal Band &#8220;DISTRICT UNKNOWN&#8220;

Pedram ist nicht der einzige Künstler in Kabul, der erfrischend positiv in die Zukunft blickt. Ich habe &#8211; mit einigem Erstaunen- festgestellt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8220;Wenn die NATO abzieht und sich die Dinge hier nicht dramatisch verändern, könnte ich mir vorstellen, dass Kabul in einigen Jahren Künstler aus aller Welt anzieht.&#8221;</p></blockquote>
<blockquote>
<h6>Pedram Foushanji, Gitarrist der Doom Metal Band &#8220;<a href="http://argusproductions.blogspot.de/2010/11/district-unknown-live-in-kabul.html">DISTRICT UNKNOWN</a>&#8220;</h6>
</blockquote>
<p>Pedram ist nicht der einzige Künstler in Kabul, der erfrischend positiv in die Zukunft blickt. Ich habe &#8211; mit einigem Erstaunen- festgestellt, dass es eine ausgewachsene <em>Untergund-Kunst Szene</em> in Kabul gibt. Es war nicht wirklich einfach, sie zu finden, aber was ist schon einfach? Bis kommende Woche erst einmal soviel &#8230;</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/41778935" width="500" height="281" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>
<p>Und ab Donnerstag dann mehr. <strong>Kulturkrieger &#8211; Kabul am 17.05.2012 um 21:45 Uhr, zdfkultur</strong></p>
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		<title>KULTURKRIEGER &#8211; HAITI</title>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 11:13:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SANDMANN</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Haiti]]></category>
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		<description><![CDATA[Die vergangenen Monate habe ich u.a. damit verbracht, durch die Welt zu reisen. Nicht die ganze Welt (leider). Ich war lediglich in einigen Ländern, die aus unterschiedlichsten Gründen ziemlich vom Schicksal geprügelt wurden. Dort habe ich die Politik weitgehend ignoriert und lieber versucht herauszufinden, wie sich die Künstler &#8211; Sänger, Maler, Filmemacher oder Musiker &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die vergangenen Monate habe ich u.a. damit verbracht, durch die Welt zu reisen. Nicht die ganze Welt (leider). Ich war lediglich in einigen Ländern, die aus unterschiedlichsten Gründen ziemlich vom Schicksal geprügelt wurden. Dort habe ich die Politik weitgehend ignoriert und lieber versucht herauszufinden, wie sich die Künstler &#8211; Sänger, Maler, Filmemacher oder Musiker &#8211; durchschlagen: in Ländern ohne Kinos oder Galerien, in denen sich Attentäter in die Luft sprengen oder religiöse Fanatiker die Hetzjagd auf Andersdenkende eröffnen.  Länder, in denen die Menschen sehr arm und die Politiker unfassbar reich sind, Länder, in denen wenig bis nichts funktioniert. Anbei eine erste kleine Kostprobe:</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/41763067?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="400" height="300" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/41763067">Kulturkrieger &#8211; Haiti</a> from <a href="http://vimeo.com/user11627727">K. Sandmann</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p>Und wie es dann weitergeht:</p>
<h6>KULTURKRIEGER &#8211; HAITI am 18.05.2012, 22:15 Uhr, <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1635906/Trailer-Kulturkrieger#/beitrag/video/1635906/Trailer-Kulturkriegerhttp://">zdfkultur</a></h6>
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		<title>Eine wahrhaft phantastische Reportage</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Apr 2012 20:38:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SANDMANN</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Jan Grarup]]></category>
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		<description><![CDATA[Jetzt mal ehrlich, wie viele Geschichten lesen wir, die uns wirklich beeindrucken. Ich persönlich nur mittelviele. Dann saß ich in einem  Café, und da lag das SZ-Magazin vom 20. April, und da war dieses unglaubliche Photo eines Jungen drauf, der einen riesigen Fisch auf den Schultern trägt. Ich blätterte weiter und konnte kaum fassen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt mal ehrlich, wie viele Geschichten lesen wir, die uns wirklich beeindrucken. Ich persönlich nur mittelviele. Dann saß ich in einem <a href="http://www.katrin-sandmann.de/wp-content/uploads/2012/04/SZ.jpg" rel="lightbox[1395]"><img src="http://www.katrin-sandmann.de/wp-content/uploads/2012/04/SZ.jpg" alt="" title="SZ" width="223" height="285" class="alignleft size-full wp-image-1398" /></a> Café, und da lag das <a href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/37385http://">SZ-Magazin vom 20. April</a>, und da war dieses unglaubliche Photo eines Jungen drauf, der einen riesigen Fisch auf den Schultern trägt. Ich blätterte weiter und konnte kaum fassen, was für eine sagenhaft  gute Reportage von <a href="http://www.obert.de/index.php?id=2227">Michael Obert</a> und <a href="http://www.noorimages.com/photographers/jangrarup/portfolio/">Jan Grarup</a> über den &#8220;Bürgermeister der Hölle&#8221;, also den Bürgermeister von Mogadischu, da zu lesen war. Der sagt &#8220;Mogadischu ist sicherer als Kabul&#8221; oder &#8220;Der Tod kommt, wenn er kommt&#8221;, und man bekommt recht schnell, recht große Angst um die Sicherheit dieses Mannes. Ähnlich schnell ist man allerdings auch beeindruckt von dem, was Mohamoud Ahmed Nur da in dieser Stadt auf die Beine zu stellen versucht.  </p>
<p><iframe width="500" height="284" src="http://www.youtube.com/embed/mCiwtDlpTd8" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Hut ab, die Herren, Hut ab!</p>
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		<title>Totenköpfe &#8211; gestickt für $5000</title>
		<link>http://www.katrin-sandmann.de/2012/04/10/totenkopfe-gestickt-fur-5000/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 17:44:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SANDMANN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Zehn Minuten bei gefühlten 40 Grad, meist in der Sonne, steil bergauf – es dürfte nachvollziehbar sein, dass das nur bedingt Spaß macht. Nun sind aber viele Stadtviertel von Port au Prince buchstäblich an den Berg geklebt. Und oben ist es bekanntlich am Schönsten. Das fand die Dame, mit der ich verabredet bin offenbar auch. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zehn Minuten bei gefühlten 40 Grad, meist in der Sonne, steil bergauf – es dürfte nachvollziehbar sein, dass das nur bedingt Spaß macht. Nun sind aber viele Stadtviertel von Port au Prince buchstäblich an den Berg geklebt. Und oben ist es bekanntlich am Schönsten. Das fand die Dame, mit der ich verabredet bin offenbar auch. Nun gut, sie muss diesen Aufstieg täglich machen, ich nur ein Mal.</p>
<p>Oben angekommen empfängt mich dann in zweierlei Hinsicht Spektakuläres. Ein atemberaubender Blick über die Stadt aufs Meer. Von hier aus sieht selbst der verdreckte, stinkende und verwahrloste Moloch von einer Stadt fast schön aus. Sieht man von den vielen Zelten ab. In diesem Stadtviertel hat das Erdbeben besonders verheerende Folgen hinterlassen. Zweieinhalb Jahre später haben die Menschen noch immer keine neuen Häuser. Ich möchte allen NGOs beim jährlichen Verfassen ihrer Jubelmeldungen über das in Haiti mit Spendengeldern Erreichte, diesen kleinen Ausflug ans Herz legen. Sie müssten allerdings ziemlich lange zu Fuß bergauf gehen, und das erklärt wahrscheinlich, warum sich hier kein „Nothelfer“ hat blicken lassen.</p>
<p>Aber ich bin nicht hier, um Nicht-Regierungs-Organisationen zu beschimpfen. (Vielleicht nächstes Mal.) Ich <a href="http://www.katrin-sandmann.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_1680.jpg" rel="lightbox[1384]"><img class="alignleft size-medium wp-image-1385" title="IMG_1680" src="http://www.katrin-sandmann.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_1680-e1334078439215-223x300.jpg" alt="" width="223" height="300" /></a>bin hier, um  Constante zu treffen. Die sitzt mit ihrer beeindruckend großen Familie um ein ebenfalls beeindruckend großes, aufgespanntes Stück Leinwand herum und stickt. Das hört sich jetzt nicht so toll an, aber was Constant und &amp; Co. da sticken, ist absolut faszinierend. Riesige knallbunte Gemälde aus Perlen und Pailletten, voll von Voodoo-Symbolen, Geistern, Totenköpfen etc. Diese Voodoo-Flaggen sind so vollgestickt, dass zwei Mann sie nur mit Mühe hochhalten können. Großartig!</p>
<p>Natürlich wollte ich sofort so ein Werk haben. Daraus wurde leider nichts: der Preis, der Preis. US$ 5000,- verlangt  Constante für ihre Prachtstücke. In Anbetracht der Tatsache, dass daran ungefähr 12 Menschen zwei Monate durchgehend herumsticken, ist das nicht viel. Trotzdem &#8230;</p>
<p><a href="http://www.katrin-sandmann.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_16791.jpg" rel="lightbox[1384]"><img class="alignleft size-medium wp-image-1389" title="IMG_1679" src="http://www.katrin-sandmann.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_16791-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a>Die Arbeit von Constante verdient eine Ausstellung, und zwar eine große, denn sie ist nichst weniger als spektakulär. Nur wird sie auf einem Berg hergestellt, auf den Niemand klettern will, in einer Stadt mit denkbar schlechtem Ruf, in einem Land, in das deshalb wohl auch demnächst kein Ausstellungsmacher kommen wird.  Schade!</p>
<p><strong>“Kulturkrieger” / 17. + 18. Mai 2012 in ZDFkultur</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Ich hatte am Wochende nichts vor, da bin ich nach Somalia geflogen&#8230;.&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Apr 2012 19:13:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SANDMANN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Es gibt Orte auf der Welt, da ist das Spiel „Berufe Raten“ denkbar einfach. Wenn ich zum Beispiel, wie gerade jetzt, in Haiti im Hotel sitze, kann ich mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass alle Ausländer um mich herum entweder ebenfalls Journalisten, Mitarbeiter von Nicht-Regierungs-Organisationen, der Vereinten Nationen oder eben „business men“ sind.
Falsch! Denn eben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.katrin-sandmann.de/wp-content/uploads/2012/04/PräPalast.jpg" rel="lightbox[1375]"><img class="alignleft size-medium wp-image-1374" title="PräPalast" src="http://www.katrin-sandmann.de/wp-content/uploads/2012/04/PräPalast-e1333890914557-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p>Es gibt Orte auf der Welt, da ist das Spiel „Berufe Raten“ denkbar einfach. Wenn ich zum Beispiel, wie gerade jetzt, in Haiti im Hotel sitze, kann ich mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass alle Ausländer um mich herum entweder ebenfalls Journalisten, Mitarbeiter von Nicht-Regierungs-Organisationen, der Vereinten Nationen oder eben „business men“ sind.</p>
<p>Falsch! Denn eben habe ich mit dem definitiv erstaunlichsten Touristen „ever“ geplaudert, und das ist wirklich nicht übertrieben.  Der Mann hat 132 Länder bereist, und wir reden hier nicht über Spanien, Mexiko oder Südafrika. (Wobei er da auch schon überall war). Wir reden über Afghanistan, Somalia oder eben Haiti &#8211; als Tourist! Niemand soll mich falsch verstehen, Port au Prince hat schöne Seiten, aber Urlaub? Alexander, so heißt mein neuer Lieblingstourist, ist Belgier, Partner in einer tschechischen Kanzlei, für die er das Büro in Moskau leitet. Und er hat sich vorgenommen, in alle Länder dieser unserer schönen, weiten Welt zu reisen. Und die etwas Ungemütlicheren scheint er dabei deutlich zu bevorzugen. Der Rest ist eher lästige Pflicht.</p>
<p>Alexander ist dabei nicht der Typ bärtiger, alternativer Abenteurer, sondern eher der Typ gutrasierter, smarter Anwalt, den man gemeinhin im Ritz oder Four Seasons vermuten würde, ein klassischer  Fünf-*-Reisender eben. Ich will mich nicht beklagen, unser Hotel in Port au Prince ist Klasse, es gibt Strom, Wasser und einen anständigen Koch,  aber mit dem Ritz hat das hier wenig zu tun.</p>
<p>„Ich war kürzlich beruflich in Tadschikistan, und hatte am Wochenende nichts zu tun. Da bin ich zur Grenze gefahren, nach Afghanistan und habe mir Masar-e-Sharif angeschaut. Übernachten konnte ich bei einem Freund vom Internationalen Roten Kreuz.“ Klar, was sonst soll man mit einem freien Wochenende in Tadschikistan machen.</p>
<p>So hören sich alle seine Geschichten an. „Kürzlich hatte ich in Djibouti zu tun. Das liegt direkt neben Somalia. Da war ich noch nie, und  am Wochenende hatte ich nichts vor &#8230; “ Ich war auch noch nie in Somalia und habe manchmal am Wochenende nichts vor, aber trotzdem!  Dieser reiselustige Staatsbürger muss für sämtliche präventive Krisenstäbe im belgische Aussenministerium ein wahrer Albtraum sein.</p>
<p>Im Moment hat Alexander gerade beruflich in New York zu tun. Dann kam der Freitag Abend und er buchte ein Ticket:</p>
<p><a href="http://www.katrin-sandmann.de/wp-content/uploads/2012/04/haiti1.jpg" rel="lightbox[1375]"><img class="alignleft size-medium wp-image-1379" title="haiti" src="http://www.katrin-sandmann.de/wp-content/uploads/2012/04/haiti1-e1333911879879-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>American Airlines nach Port au Prince. Dreieinhalb Stunden, one way. Und, seien wir ehrlich, wenn man ankommt, sieht es in weiten Teilen so aus. Ich nehme stark an, dass Alexander weiß, dass Long Island nur etwa eine gute Auto-Stunde von NYC entfernt ist. Und da ist es doch irgendwie auch schön.</p>
<p>Irak will er als nächstes sehen. Und warum das alles. „ Letztlich will ich einfach die Welt sehen und zwar die ganze.“ Wir haben dann noch etwas geraten, ob es im Moment gerade 198 oder doch schon 201 Länder insgesamt gibt. Und dann ist Alexander wieder losgezogen. In seinem karierten kurzärmeligen Hemd, blond, zu Fuß und allein, um sich noch etwas von der Stadt anzusehen, bevor sein Flugzeug geht. Cool, irgendwie.</p>
<p><strong>“Kulturkrieger” / 17. + 18. Mai 2012 in ZDFkultur</strong></p>
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		<title>Mehr als Voodoo und Erdbeben</title>
		<link>http://www.katrin-sandmann.de/2012/04/07/mehr-als-voodoo-und-erdbeben/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 Apr 2012 02:24:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SANDMANN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als ich das letzte Mal die Flughafenstraße nach Port au Prince entlang gefahren bin, lagen überall Leichen. Es waren so viele, dass sie mit Baggern von der Straße geräumt, auf die Ladeflächen von LKW geschüttet und schließlich in Massengräbern verscharrt werden mussten. Wer so etwas gesehen hat, vergisst es nicht. Nie.
Jetzt, knapp zwei ein halb [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich das letzte Mal die Flughafenstraße nach Port au Prince entlang gefahren bin, lagen überall Leichen. Es waren so viele, dass sie mit Baggern von der Straße geräumt, auf die Ladeflächen von LKW geschüttet und schließlich in Massengräbern verscharrt werden mussten. Wer so etwas gesehen hat, vergisst es nicht. Nie.</p>
<p>Jetzt, knapp zwei ein halb Jahre später,  bin ich wieder hier. Und alles erinnert mich an die Tage und Wochen nach dem Beben. Eine Baulücke etwa. Damals war dort ein großer Haufen Schutt. Davor stand eine Familie, die fest daran glaubte, dass unter den Trümmern noch lebende Angehörige zu bergen seien. Natürlich lebte niemand mehr. Einige Ecken weiter, ein freier Platz. Dort stand damals das Gebäude einer Uni, bzw. das, was davon übrig geblieben war.  Haitianische Freiwillige bargen stundenlang Dutzende Studenten, alle tot und teils entsetzlich verstümmelt. Sie verpackten sie in Leichensäcke und gingen wieder in das zerstörte Gebäude, um weitere Leichen herauszuziehen. Oder das Krankenhaus, in dessen Garten damals eine Krankenschwester nichts als eine Flasche Wasser und ein Päckchen Aspirin hatte, um Hunderte Schwerverletzte zu behandeln. Hinter dem Garten, vor dem Leichenschauhaus lag ein Berg von Leichen. Die Menschen wussten einfach nicht wohin mit ihnen, und legten sie dort ab. Drinnen war schon lange kein Patz mehr.</p>
<p>Das ist einige Zeit her.  Und im Gegensatz zu allem, was ich zum zweiten Jahrestag des Bebens in den Zeitungen gelesen habe, ist hier einiges passiert. In weiten Teilen von Port au Prince erinnert kaum noch etwas an die Tragödie.  Wenn man hier jemanden durchschicken würde, der am 12. Januar 2010 gerade im Winterschlaf war, würde ihm wahrscheinlich kaum etwas auffallen. Port au Prince sieht aus, wie jede andere dreckige und vernachlässigte Stadt in einem wirklich sehr armen Land.  Sieht man von den symbolträchtigen Trümmern des Präsidentenpalastes, der Kathedrale und natürlich den vielen Zeltstädten ab. Es ist in der Tat erschreckend, wie viele es davon noch gibt.  Genau wie die Tatsache, das gerade die Cholerafälle wieder stark ansteigen.</p>
<p>Das eigentlich Erstaunliche scheint mir jedoch, dass die Menschen das Beben irgendwie hinter sich gelassen haben. Kaum jemand will darüber reden. Ich habe sogar den Eindruck, dass viele Haitianer sich leicht darüber lustig machen, dass wir Ausländer das immer noch thematisieren.  Weiter machen, viele Alternativen gibt es eh nicht. In den Worten eines Malers, mit dem ich mich heute getroffen habe, klingt das so: „Wir sind mehr als Voodoo und Erdbeben!“</p>
<h5><strong>“Kulturkrieger” / 17. + 18. Mai 2012 in ZDFkultur</strong></h5>
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		<title>NEWSROOM</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Apr 2012 18:20:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SANDMANN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[For all my friends in the business: you should probably watch this. An so will I.

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			<content:encoded><![CDATA[<p>For all my friends in the business: you should probably watch this. An so will I.</p>
<p><iframe width="500" height="284" src="http://www.youtube.com/embed/M2SSSLZqQIg" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Hope we can get out of this alive!</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Mar 2012 00:12:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SANDMANN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sie haben Angst. Nicht nur etwas Angst, sie haben Angst um ihr Leben. Junge Iraker bekommen es  gerade mit religiösen Fanatikern der Extraklasse zu tun. Und wenn man den Gerüchten glaubt, dann hat das mehrere dutzend Jugendliche bereits das Leben gekostet. Sie wurden, heißt es, gesteinigt, zu Tode geprügelt oder von Dächern gestoßen. Die Opfer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie haben Angst. Nicht nur etwas Angst, sie haben Angst um ihr Leben. Junge Iraker bekommen es  gerade mit religiösen Fanatikern der Extraklasse zu tun. Und wenn man den Gerüchten glaubt, dann hat das mehrere dutzend Jugendliche bereits das Leben gekostet. Sie wurden, heißt es, gesteinigt, zu Tode geprügelt oder von Dächern gestoßen. Die Opfer sollen  Schwule, Musiker und  junge Iraker, die auffällig westlich gekleidet sind, sein.</p>
<p>Die Geschichte, die mir ein befreundeter Bassist einer Metal Band aus Bagdad in den vergangenen zwei Nächten erzählt hat, ist nichts weniger als blanker Horror. Da machen offenbar durchgeknallte Extremisten Jagd auf eine ganze Jugendbewegung: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Emo">Emos</a>, was im Irak mit Schwulen gleichgesetzt wird, Metal-Anhänger, oder Iraker, die einfach nur schwarze T-Shirts, Piercings oder auffällige Frisuren tragen.</p>
<p>Auf der Facebook-Seite meines Freundes, sagen wir einfach, er heißt Ahmad, erschien kürzlich diese Botschaft:</p>
<blockquote><p>IT&#8217;S A CRY OUT FOR THE SITUATIONS IN IRAQ. WE ARE FUCKED (&#8230;) WE HAD TO UNPUBLISH OUR PAGE AND HIDE OUR IDENTITIES FOR A WHILE TILL SHIT SETTLE DOWN!!!</p></blockquote>
<p>Ahmad erzählt mir, dass die Regierung vor einigen Wochen begonnen hat, Emos zu jagen. Ihnen wird unter anderem vorgeworfen, Blut zu trinken und sie werden als gottlose Teufelsanbeter angeprangert. Umstritten ist, ob Innen- oder Erziehungsministerium ihre Hände im Spiel haben. Unklar ist auch, wer genau die Jugendlichen eigentlich jagt und in wessen Auftrag. Dass sie gejagt werden, daran besteht jedoch kein Zweifel.</p>
<p>Laut dem arabischen Nachrichtensender Al Arabiya hatte das Innenministerium folgende Nachricht auf seiner Website veröffentlicht:</p>
<blockquote><p>&#8216;The Emo phenomenon or devil worshipping is being followed by the Moral Police who have the approval to eliminate [the phenomenon] as soon as possible since it&#8217;s detrimentally affecting the society and becoming a danger,&#8217; (&#8230;) &#8216;They wear strange, tight clothes that have pictures on them such as skulls and use stationary that are shaped as skulls. They also wear rings on their noses and tongues, and do other strange activities.&#8217;</p></blockquote>
<p>Ahmad sagt, dass das stimmt. Das Innenministerium bestreitet es und wirft ausländischen Medien vor, sich diese Geschichten auszudenken. Alles, was Ahmad mir schreibt, hört sich aber nicht gerade ausgedacht an. Hunderte Jugendlich sind in nackter Panik. Auf Facebook warnen sie sich gegenseitig.</p>
<blockquote><p>&#8220;They are chasing on the net and names have been given!! watch out bro..try to wear ordinary things.“</p></blockquote>
<p>Ansonsten überschlagen sich die Gerüchte, gerade, was die Todeszahlen angeht. Von 58 bis 100 ist die Rede. Ahmad dazu:</p>
<blockquote><p>„the no. of killing is still not a 100% sure&#8230;but the words says that the national guard is cutting the hair for start up..and then some people said some groups are head smashing the emos/metal heads with big bricks! haven&#8217;t seen anything yet. But everybody keeps repeating it.“</p></blockquote>
<p>Die Bilder junger, westlich gekleideter Manner mit zertrümmerten Schädeln existieren bereits. Sie sehen ziemlich echt aus. Das Problem ist, dass niemand mehr weiß, wer eigentlich im Fadenkreuz steht. Ahmad schreibt mir, dass</p>
<blockquote><p>„due to the ignorance, (&#8230;) they think metal and western music is related to them  also (&#8230;) the thing is, it got to even normal people who dress a little bit fashiony.“</p></blockquote>
<p>Offenbar kursiert aber auch eine wahre <em>Hit List</em>. Auch das bestätigt Ahmad, der sie selbst bekommen hat. Al Arabiya und die Huffington Post hatten sie ebenfalls in den Händen. Schiitische Radikale hatten in Flugblättern an die „obszönen“ Burschen  und Mädchen die Warnung gerichtet, innerhalb von vier Tagen ihre  „schmutzigen Gewohnheiten“ aufzugeben. 33 junge Iraker stehen darauf, mit Adressen und der Warnung:</p>
<blockquote><p>“ If you do not stop this dirty act within four days, then the punishment of God will fall on you at the hands oft he Mujahideen.“</p></blockquote>
<p>Dass so etwas in der Art passieren könnte, zeichnet sich schon seit einiger Zeit ab. Ich habe kürzlich in Bagdad gedreht, und jeder einzelne Künstler, den ich getroffen habe, hat mir von Drohungen erzählt. Gerade in der Metal-Szene hörte sich das beängstigend an. Ein Drummer hat mir berichtet, wie er auf offener Straße gezwungen worden ist, seine Haare abzuschneiden. Er war so eingeschüchtert, dass er acht Monate (!) das Haus nicht verlassen hat.</p>
<p>Aber offenbar hat das Ganze jetzt eine völlig neue Qualität angenommen. Als ich Ahmad gefragt habe, wie es nun für ihn weitergeht, antwortet er:</p>
<blockquote><p>„well i really don&#8217;t know..we can&#8217;t predict anything now everything can burn up in a glimpse of an eye..i heard rumors that one of the metal clothings shop owners is dead. still not sure. if he is..then it&#8217;s bad as hell and they will come to us eventually&#8230;yeah no rehearsing and no concerts in here no more we can&#8217;t practice our music anywhere even at home!“</p></blockquote>
<p>Und kurz darauf meldet er sich noch einmal:</p>
<blockquote><p><strong>&#8220;Hope we can get out of this alive LOL!&#8221;</strong></p></blockquote>
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